powered by apotheken.de Impressum  |  Datenschutzerklärung  |  Nutzungsbedingungen
gesundheit-heute.de » Krankheiten | Therapie » Krankheiten & Therapie » Augen » Erkrankungen des äußeren Auges

Regenbogenhautentzündung



Häufigkeit


Legende

chronische Erkrankungen:akute Erkrankungen:
sehr verbreitet> 10 %> 25 %
häufig> 2 %> 5 %
mäßig häufig> 0,4 %> 1 %
ziemlich selten> 0,1 %> 0,2 %
selten> 0,02 %> 0,04 %

Regenbogenhaut-Entzündung (Iritis): Akute oder chronische Entzündung der Iris, häufig als Begleiterkrankung einer allgemeinen oder immunologischen, insbesondere rheumatologischen Erkrankung, seltener durch Infektionen. Die Regenbogenhaut-Entzündung ist meist mit einer Entzündung des Ziliarkörpers (Zyklitis) kombiniert.

Leitbeschwerden

  • Starke Schmerzen mit Verschlimmerung bei Lichteinfall, allgemeine oder örtlich begrenzte Rötung
  • Starker Tränenfluss
  • Eventuell Lidkrampf
  • Häufig Sehverschlechterung.

Wann zum Arzt

Heute noch, wenn die genannten Beschwerden auftreten.

Die Erkrankung

Regenbogenhaut (Iris) und Ziliarkörper bilden die vorderen Anteile der Gefäßhaut, die Aderhaut (Chorioidea) den hinteren Anteil. Entzündungen können in allen Teilen auftreten. Je nach Lokalisation spricht der Augenarzt von einer Iritis, Zyklitis oder Chorioiditis. Die Entzündung der Regenbogenhaut mit Beteiligung des Ziliarkörpers (Iridozyklitis) ist die häufigste Form. In 75 % der Fälle verläuft eine Iritis oder eine Iridozyklitis akut, in 25 % kommt es zu einem chronischen Verlauf. Die Entzündung ist oft eine immunologisch ausgelöste Begleitkrankheit einer rheumatischen Erkrankung (z. B. rheumatoide Arthritis, Morbus Bechterew, Morbus Reiter) oder Morbus Crohn. Eher seltener sind erregerbedingte Regenbogenhaut-Entzündungen: z. B. bei einer Toxoplasmose, Borreliose oder einer viralen Infektion durch Herpesviren, HIV, Grippeviren. Die Regenbogenhaut ist dabei stark durchblutet. Aus den entzündlich veränderten Gefäßen treten weiße Blutkörperchen, Eiweiße oder Fibrin in die Vorderkammer aus, die die Sehleistung verschlechtern. Bei schweren Verläufen setzt sich Eiter am Boden der Vorderkammer ab. Abgesonderte Zellen und Fibrin verstopfen die Abflusswege des Kammerwassers. Es kommt zu Verklebungen der Regenbogenhaut mit der Hornhaut, dem trabekulären Maschenwerk oder der Pupille (Synechien). Weil dadurch die Kammerwasserzirkulation behindert wird, kann der Augeninnendruck steigen (sekundäres Glaukom). Beim chronischen Verlauf kommt es zu Trübungen der Linse und Schrumpfungen des Augapfels bis hin zur Erblindung.

Das macht der Arzt

Für die Diagnose ist die Untersuchung mit der Spaltlampe ausschlaggebend. Ein Internist wird hinzugezogen, er sucht nach der eigentlichen Ursache. Bis dahin gilt es, die Entzündung lokal durch eine Kortisonbehandlung mit Augentropfen oder eventuell systemisch, ebenfalls durch Kortison, einzudämmen. In schweren Fällen wird die Bindehaut kurzfristig betäubt und ein Kortisondepot unter die Bindehaut gespritzt. Um die Verklebungen zu verhindern, wird die Pupille medikamentös erweitert. Es sind wiederholt Kontrollbesuche beim Augenarzt notwendig, bei denen der Augeninnendruck gemessen und ggf. therapiert wird. Bei einer infektiösen Regenbogenhaut-Entzündung muss die Grunderkrankung sofort antibiotisch oder antiviral behandelt werden.

Selbsthilfe

Es empfehlen sich die gleichen Maßnahmen wie bei der Hornhautentzündung.

Komplementärmedizin

Die Komplementärmedizin spielt bei der Therapie der akuten Regenbogenhaut-Entzündung allenfalls als Begleitmaßnahme eine Rolle.

Akupunktur oder Homöopathie zielen primär auf die Therapie der ursächlichen Erkrankung. Ob sie beispielsweise bei rheumatologischen Erkrankungen wirksam sind, ist fraglich.


Von: gesundheit-heute.de; Dr. rer. nat. Katharina Munk | zuletzt geändert am 04.10.2017 um 11:42


Wir sind für Sie da

Öffnungszeiten

    Mo - Fr
    08:30 bis 18:30
    Sa
    09:00 bis 14:00

notdienste

News

Arznei: Achtung bei Nierenschwäche

Eine unsachgemäße Anwendung von Schmerzmitteln geht langfristig an die Nieren – vor allem, wenn bereits... mehr

Diabetes-Behandlung bei Kindern

Die meisten Kinder und Jugendlichen mit Typ-1-Diabetes werden heute mit einer Insulinpumpe behandelt. Bislang... mehr

Risiko im Winter: Trockene Augen

Brennen, Rötung und das Gefühl, etwas im Auge zu haben: Das auch als „trockenes Auge“ bekannte... mehr

Studie: Karies ist nicht erblich

Karies ist vor allem bei Kindern ein Problem. Unklar blieb bislang, welche Rolle die Gene bei der Zahnfäule... mehr

Kluge Gehirne sind besser vernetzt

Intelligente Menschen sind offenbar besonders gut darin, bedeutsame Informationen schnell zu verarbeiten und... mehr

ApothekenApp

Die berta-apotheke auf Ihrem iPhone, iPad, iPod oder Android-Smartphone:

Available on App Store
Android app on Google Play
ApothekenApp gratis installieren und PLZ "51491" und "berta-apotheke" eingeben.
Mit Vorbestellfunktion, täglichen Gesundheitsmeldungen, Notdienstapotheken-Suche und vielem mehr.
Die ApothekenApp der berta-apotheke – die Apotheke für unterwegs.