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Penisverletzungen



Äußere Penisverletzungen: Ausgelöst durch stumpfe Gewalteinwirkung wie Sturz oder Tritt ins Genital. Eine Sonderform sind Penisablederungen, bei denen die Haut am Penis durch Stich oder Schnitt abgeschert wird. Schwerste Formen sind Penisamputation durch Unfälle oder anderweitige Gewalteinwirkung sowie Penisbruch (Penisfraktur), der eigentlich ein Einriss der Penisschwellkörper ist, bei ausgeprägtem Abknicken des Penis beim Sex. Der Penisbruch ist begleitet von einem knackenden Geräusch sowie einem heftigen Schmerz. Die Erektion lässt sofort nach, der Penis verfärbt sich blau und schwillt an, manchmal kommt es zur Blutung aus der Harnröhre.

Innere Penisverletzungen: Entstehen durch das Einführen von Gegenständen in die Harnröhre, so dass diese durchbohrt wird.

 

Das macht der Arzt

Eine Penisverletzung erfordert eine sofortige chirurgische Behandlung mit Wundreinigung, -deckung und anschließendem Nähen. Bei Bissverletzungen und Verunreinigungen wird die Wunde offen gehalten und erst danach endgültig versorgt.

Sind Penis und Harnröhre (Urethra) verletzt, wird der Harn vorübergehend durch einen über dem Schambein liegenden suprapubischen Blasenkatheter abgeleitet.

Bei einem Penisbruch mit nur geringem Bluterguss (Hämatom) reicht Bettruhe und ein Kompressionsverband. Liegt eine stärkere Verletzung vor, wird diese nach einer Punktion und Darstellung der Schwellkörper mit Kontrastmittel genäht. Der Arzt verordnet ein Antibiotikum, um Infektionen vorzubeugen.


| zuletzt geändert am 25.04.2016 um 17:43


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